Nachdem sich dieser Betrieb Anfang der 80er zeitgemäß zu einem viehlosen Marktfrucht- und Hopfenbaubetrieb entwickelt hatte, erkannte man schon bald, dass diese Entwicklung in eine Sackgasse führt. Darum entschloss man sich 1988, den gesamten Betrieb auf ökologischen Landbau umzustellen.
Die produktionstechnischen Fragestellungen wurden von Beginn der ökologischen Bewirtschaftungsweise an in enger Zusammenarbeit mit der Landesanstalt und TU Weihenstephan gelöst. Bis zum heutigen Tag spielt für den landwirtschaftlichen Betrieb die Weiterentwicklung von Produktionsalternativen eine zentrale Rolle.


Betriebsspiegel:
Betriebsfläche : 310 ha
davon - Wald : 90 ha
- Ackerland : 220 ha
- Grünland : 5 ha
Ökologisch wirtschaftender Betrieb seit 1988/1989
Höhe über N.N. : 480 m
Mittlerer Jahresniederschlag : 833 mm
Mittlere Jahrestemperatur : 7,8 °C
Bodenpunktzahl : 50 (30 - 70)

1997 war der Kramerbräu Naturlandhof einer der Mitbegründer des Arbeitskreis Mischfruchtanbau (www.mischfruchtanbau.de) und entwickelte Anbaukonzepte zur Parallel-Produktion von Lebensmittel und erneuerbaren Energien, bis hin zur Praxisreife.

Mit diesen Aktivitäten wurde der Kramerbräu Naturlandhof zu einem Pionier-Betrieb auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Gekrönt wurde diese Arbeit im Netzwerk mit den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie (www.vwp-europe.com) und der B.A.U.M. -Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V. (www.baum.de) im Jahr 2004 mit dem Poster Award bei der 2. Weltkonferenz und Technologieausstellung zu Biomasse für Energie, Industrie und Klimaschutz in Rom.

 
         
           
             
            Abbildung: Schematische Darstellung der Mischfruchtanbau-Ziele
(Quelle: Markus Pscheidl)